Logo-Dateiformate: Welche Datei wofür?

SVG, PNG, PDF oder EPS? Welche Logo-Datei du wofür brauchst, woran du Vektor und Pixel erkennst und was in ein vollständiges Logo-Paket gehört.

Du arbeitest selbst an deinem Auftritt? Wenn Farben, Dateien oder Druck an einer Stelle haken, schaue ich einmal drauf. Und wenn daraus eine ganze Marke werden soll, kommen Strategie, Design und Umsetzung aus einer Hand.

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7 Min. Lesezeit

Die richtige Datei für jeden Einsatz

Kaum ist das Logo fertig, kommt die erste Frage: Welche Datei geht an die Druckerei, welche auf die Website, welche in die Mail-Signatur? Dieser Ratgeber erklärt die gängigen Logo-Dateiformate und zeigt, wofür du welches brauchst.

Kurz gesagt

  • Vektor skaliert verlustfrei, Pixel nicht.
  • SVG fürs Web, PNG für Office, PDF für den Druck.
  • Ein gutes Logo-Paket deckt alle Einsätze ab.

Vektor oder Pixel: der wichtigste Unterschied

Alle Logo-Dateiformate lassen sich in zwei Gruppen teilen. Wer diesen einen Unterschied kennt, trifft die meisten Entscheidungen schon richtig.

Vektorgrafik

Besteht aus Linien, Kurven und Flächen, die mathematisch beschrieben sind. Sie bleibt in jeder Größe scharf, vom Stempel bis zur Hauswand.

Pixelgrafik

Aus einem Raster einzelner Bildpunkte aufgebaut. Vergrößert werden die Punkte sichtbar, die Kanten treppig oder verschwommen.

Der Zoomtest

Öffne die Datei und vergrößere stark. Bleiben die Kanten glatt, ist es ein Vektor. Werden sie unscharf, sind es Pixel.

Daraus folgt eine einfache Regel: Das Original deines Logos sollte immer als Vektor vorliegen. Pixeldateien lassen sich daraus jederzeit in jeder Größe erzeugen, umgekehrt geht das nur mit Aufwand.

Vektordateien entstehen in Programmen wie Adobe Illustrator, Affinity Designer oder dem kostenlosen Inkscape. Zum Ansehen und Weitergeben braucht es diese Programme nicht: Eine PDF oder SVG öffnet jeder Browser.

Logo-Dateiformate im Überblick

Sechs Formate begegnen dir bei Logos immer wieder. Drei davon sind Vektorformate, drei arbeiten mit Pixeln.

SVG

Vektorformat fürs Web. Klein, gestochen scharf auf jedem Display und direkt im Browser darstellbar.

PDF

Kann Vektoren enthalten und lässt sich überall öffnen. Das Standardformat für Druckereien.

EPS und AI

Ältere bzw. Arbeitsformate aus Adobe Illustrator. Werbetechnik und Stickereien fragen teils noch danach.

PNG

Pixelformat mit transparentem Hintergrund. Passt in Word, PowerPoint, Canva und Mail-Signaturen.

JPG

Ohne Transparenz, gemacht für Fotos. Für Logos nur im Notfall, weil immer ein Hintergrund mitkommt.

WebP

Modernes Pixelformat für Websites, mit Transparenz und kleinen Dateien. In Office-Programmen weniger verbreitet.

Nicht jede PDF ist automatisch ein Vektor. Wird ein Logo als Foto oder Screenshot in eine PDF gelegt, bleibt es eine Pixelgrafik im PDF-Umschlag. Der Zoomtest verrät es auch hier.

Gut zu wissen

WordPress sperrt das Hochladen von SVG-Dateien standardmäßig, weil sie Code enthalten können. Für den Einsatz im Header braucht es eine Freischaltung, etwa über das Plugin Safe SVG, das die Dateien beim Hochladen prüft.

Welche Datei wofür?

Welches Format passt, hängt vom Ort ab, an dem das Logo erscheint. Diese Übersicht deckt die häufigsten Fälle ab.

Website

SVG für Header und Footer, weil es auf jedem Bildschirm scharf bleibt. Alternativ PNG oder WebP in doppelter Anzeigegröße.

Social Media und Canva

Transparentes PNG. Fürs Profilbild eine quadratische Version, idealerweise nur das Signet.

Office und Mail-Signatur

PNG in moderater Größe. Viele Mailprogramme zeigen SVG nicht an, deshalb ist PNG hier die sichere Wahl.

Druckerei

PDF mit Vektoren, in CMYK angelegt. Visitenkarten, Flyer und Briefpapier entstehen daraus ohne Qualitätsverlust.

Werbetechnik und Stick

Vektordatei als PDF, EPS oder SVG. Folienplotter und Stickmaschinen brauchen saubere Pfade statt Pixeln.

Favicon

Quadratisches PNG, mindestens 512 × 512 px. WordPress erzeugt daraus unter Website-Icon alle nötigen Größen.

Schickt dir jemand eine Anfrage nach „dem Logo in hoher Auflösung“, ist fast immer eine Vektordatei gemeint. Eine PDF ist dann die Variante, die jede Stelle öffnen kann.

Wer unsicher ist, fragt am besten kurz nach dem Verwendungszweck. Die Antwort verrät fast immer das passende Format, und niemand muss eine Datei zweimal anfordern.

Ein Logo ist erst fertig, wenn es an jedem Ort in der passenden Datei vorliegt.

RGB und CMYK: zwei Farbwelten

Neben dem Format zählt auch der Farbraum. RGB mischt Farben aus Licht und gilt für alles auf dem Bildschirm, CMYK mischt aus vier Druckfarben und gilt für Papier.

Weil sich die beiden Farbräume nicht vollständig decken, wirkt dasselbe Logo gedruckt manchmal matter als am Monitor. Deshalb gehören zu einem Logo zwei Dateisätze: einer in RGB fürs Digitale, einer in CMYK für den Druck. Welche Farbwerte dafür festgehalten werden, steht im Beitrag Markenfarben finden.

Für Stempel, Lasergravur oder einfarbige Anzeigen braucht es zusätzlich eine Version ganz ohne Verläufe und Zwischentöne. Sie zeigt schnell, ob ein Zeichen auch in reduzierter Form trägt – ein guter Test für jedes Logo.

Besonders deutlich wird das bei Marken, die online und auf Papier gleich stark sind. Bei Marias Foodstyle reicht die Spanne von Website und Shop bis zu Buchdesign und Produktdesign – beide Farbräume sind dort Alltag.

Wie groß muss eine Pixeldatei sein?

Bei Vektoren stellt sich diese Frage nicht, bei PNG, JPG und WebP schon. Maßgeblich ist, wie groß das Logo am Ende erscheint.

Bildschirm

Doppelte Anzeigegröße, damit es auf hochauflösenden Displays scharf bleibt. Ein Logo mit 200 px Breite braucht also 400 px.

Druck

300 dpi in Endgröße. Fünf Zentimeter Breite entsprechen rund 600 Pixeln – besser gleich als Vektor liefern.

Mail-Signatur

Rund 300 bis 600 px Breite genügen. Größere Dateien machen jede Mail unnötig schwer.

Die dpi-Angabe allein sagt übrigens wenig. Entscheidend ist die Zahl der Pixel im Verhältnis zur Druckgröße: Ein Bild mit 72 dpi und 3.000 Pixeln Breite lässt sich größer scharf drucken als eines mit 300 dpi und 500 Pixeln.

Unter allen Logo-Dateiformaten bleibt deshalb der Vektor die entspannteste Lösung. Aus ihm lässt sich jede benötigte Pixelgröße in Sekunden neu erzeugen.

Was in ein Logo-Paket gehört

Zu einem professionellen Logo gehört nicht eine Datei, sondern ein kleines Paket. Es verbindet die Varianten des Zeichens mit den passenden Logo-Dateiformaten.

Varianten

Hauptlogo, Signet ohne Schrift, quer und gestapelt – je nachdem, wie viel Platz an einem Ort zur Verfügung steht.

Farbversionen

Farbig, einfarbig dunkel und einfarbig hell für dunkle Hintergründe. So passt das Logo auf jede Fläche.

Formate

Jede Variante als SVG und PDF, dazu PNG mit Transparenz. Druckdateien zusätzlich in CMYK.

Wichtig ist außerdem eine klare Ordnerstruktur. Getrennte Ordner für Digital und Druck ersparen später die Suche, wenn eine Druckerei oder eine Agentur nach Dateien fragt.

Wie viele Einsatzorte ein Zeichen haben kann, zeigt der Podcast Mind over Medicine: Logo und Branding laufen dort durch digitale und Print-Medien gleichermaßen, und jede Anwendung braucht ihre passende Datei.

Praktisch ist zudem ein Übersichtsblatt, das alle Varianten zeigt und kurz erklärt, wann welche zum Einsatz kommt. Es gehört idealerweise in den Styleguide – wie der entsteht und was sonst zu einem stimmigen Auftritt gehört, zeigt der Beitrag Corporate Design erstellen.

Gut zu wissen

Sprechende Dateinamen helfen allen, die später mit dem Logo arbeiten. Ein Name wie firma_logo_quer_hell_rgb.svg sagt auf einen Blick, was drin ist und wofür es gedacht ist.

Typische Stolpersteine

Manche Probleme tauchen immer wieder auf. Fast alle lassen sich lösen, sobald das Logo einmal sauber als Vektor vorliegt.

Logo als Screenshot

Wirkt am Handy noch gut, wird aber in jeder anderen Größe unscharf. Für Druck oder Beschriftung reicht es nicht.

JPG mit weißem Kasten

Auf farbigen Flächen steht das Logo plötzlich in einem hellen Rechteck, weil JPG keine Transparenz kennt.

Hochskaliertes PNG

Mehr Pixel entstehen nicht durch Vergrößern. Die Datei wird größer, das Logo aber nicht schärfer.

Auch Logos, die mit KI entstanden sind, liegen meist nur als Pixelbild vor. Wie daraus eine brauchbare Vektordatei wird, steht im Beitrag Logo mit KI erstellen. Für alle anderen Fälle lässt sich ein Zeichen neu nachzeichnen, sodass es danach in jeder Größe funktioniert.

Hilfreich ist auch ein Blick in alte Unterlagen. Oft liegen die Vektordateien längst vor und sind nur im Mailpostfach von damals verschwunden.

Dein Logo, für jeden Einsatz bereit

Du hast nur eine Datei, die an manchen Stellen nicht mehr passt? Ich bereite dein Logo als vollständiges Paket auf, mit allen Varianten, Farbversionen und Logo-Dateiformaten für Web und Druck. Ergebnisse aus anderen Projekten siehst du im Portfolio.

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